Deutschland ist ein Agrarland

Nach wie vor kommt der Landwirtschaft in Deutschland eine ganz wesentliche Bedeutung zu. Etwa die Hälfte der Fläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt, wobei über 1,2 Millionen Arbeitnehmer im Agrarsektor beschäftigt sind. Bemerkenswert ist auch, dass über drei Viertel der in der Bundesrepublik verzehrten Nahrungsmittel der deutschen Landwirtschaft selbst entstammen.

90.000 Menschen arbeiten in NRW in der Landwirtschaft

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen und insbesondere die Region Westfalen-Lippe nimmt dabei eine besondere Position ein: Insgesamt fast 1 Million Hektar landwirtschaftliche Fläche und damit zwei Drittel der gesamten landwirtschaftlichen Fläche Nordrhein-Westfalens befindet sich in Westfalen-Lippe. Diese Fläche wird von rund 33.000 Betrieben bewirtschaftet. Das Ackerland macht dabei den größten Teil dieser Fläche aus, mit großem Abstand folgen Dauergrünland (Grasanbau) und Dauerkulturen (z.B. Obstplantagen). Die Landwirtschaft bietet in Westfalen-Lippe über 90.000 Arbeitnehmern eine Erwerbstätigkeit.

Heimische Bauernfamilien leben von Tierhaltung und Ackerbau

Das Münsterland ist traditionell ein starker Standort für die Veredlung (Schweinemast und Ferkelzucht, Bullenmast), wobei der Ackerbau vorrangig zum Anbau von Futtermitteln dient. In Ostwestfalen-Lippe hingegen wird vor allem Ackerbau betrieben, da in dieser Region die Böden besonders ertragreich sind. Im Sauer- und Siegerland als Mittelgebirgsregionen dominieren Rinderhaltung (Milchvieh und Mast) und Forstwirtschaft.

All dies zeigt die große Bedeutung der Landwirtschaft in Westfalen-Lippe sowohl für die Erzeugung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel, als auch für einen hohen Selbstversorgungsgrad, für die Erhaltung und Pflege der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft, zur Sicherung des Umwelt- und Naturschutzes sowie als Rohstofferzeuger einnimmt.